Die innere Balance

Nachhaltig leben und arbeiten.

Auf LinkedIn habe ich einen Artikel zum Thema nachhaltiges Personalmanagement veröffentlicht. Es dreht sich hier um die soziale Verantwortung eines Unternehmens gegenüber seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Allerdings möchte ich die Gelegenheit auch nutzen, einmal aus Sicht des Menschen zu sprechen – egal ob es sich um die Gründer und Gründerinnen handelt oder um die angestellte Person. Der Mensch als solches steht bei mir im Fokus. Deine innere Balance spiegelt wieder, wie sehr Du Deine Verantwortung der Selbstfürsorge gerade annimmst oder auch ablehnst.

Die Verantwortung bleibt bei dem Individuum.

Du als Individuum hast eine Verantwortung gegenüber Dir selbst (und ggf. noch anderen Menschen z.B. aus Deiner Familie). So ist es nur ratsam, diese Verantwortung auch anzunehmen und zu leben. Als Herr oder Frau über Deine Lebensweise, Deine Prioritäten und Deine Gesundhaltung kann eine ausgewogene und gesunde Work-Life-Balance nur bei Dir starten.
Mache Dir einmal bewusst, dass Du in der Lage bist, nachhaltig mit Deiner Energie umzugehen. Du verfügst über die Möglichkeit, Dich selbst jederzeit wieder aufzuladen, sofern Du deine Ladequelle kennst. Du hast auch die Möglichkeit, Energie in Dir und aus Dir selbst heraus zu entwickeln und einen fast schon automatisierten Antrieb in Dir zu generieren. Dazu ist es unabdingbar wichtig, dass du Schuldgefühle, Manipulationen oder sonstigen äußeren Einwirken entgegenstehst und die Verbindung zu Deinem Selbst niemals verlierst. Die Macht, die Du inne hast gebührt keinem anderen. Nur Dir.

Fühlst Du Dich in einem Kreislauf gefangen, indem Du nicht nachhaltig mit Dir und Deinem Energiehaushalt umgehen kannst? Spürt das noch jemand aus Deinem Umfeld? Suchst Du die Schuld im Außen oder hast sogar einen Sündenbock auserkoren? Dann kann ich Dich nur ermuntern den Mut zu fassen, eine neue Verbindung zu Dir zu finden. Eine Verbindung in Dir schafft die Möglichkeit, aus Dir heraus neue Energie zu entwickeln und zeigt Dir, wie Du Dich für den Moment wieder aufladen kannst.

Gerade jetzt, mit dem Beginn es neuen Jahres ist das doch ein wunderbarer Ausblick!

Schreib mir gern, wenn Du dabei Hilfe brauchst.
Und sollte Dich der Artikel bei LinkedIn interessieren, kannst Du hier weiterlesen.

Eigene Grenzen erkennen und überwinden

Wann und wie setzt Du eigentlich Deine persönlichen Grenzen? Nicht nur in Gesprächen und in der Interaktion mit anderen Menschen, sondern vor allem auch für Dich gedanklich – auf Dich und Deine Fähigkeiten, Deine Kenntnisse und die Gestaltung Deines Lebens bezogen?

Eine oft gehörte Antwort in Gesprächen mit meinen Klienten und Klientinnen lautet: Das würde ich ja, aber das geht ja nicht. // Das kann ich ja nicht. Das wäre toll, aber so ist es ja nicht. Das schaffe ich dich nie. Dafür müsste ich ja…. 

Eine oft gehörte Antwort meines fast achtjährigen Sohnes auf zunächst verrückt erscheinende Ideen lautet: Ja und? Das muss ich halt noch erfinden. Ist nicht schlimm. Ich schmunzle dann immer aber freue mich, dass er sich selbst (noch) keine Grenzen setzt. In seiner Vorstellung kann er alles sein und machen – völlig egal, was. Es gibt keine Grenze in seiner Fantasie über seine Zukunft. 

Nun spüre einmal in Dich hinein. Träume Dich weit weg. Wenn Zeit und Raum keine Rolle spielen würden und Du machen und sein kannst, wer und was Du magst – was würdest Du dann sehen? Wie ein leeres Blatt Papier, welches von Dir frei gestaltet und bemalt werden darf, wie Du es Dir wünscht. Erschaffe eine Traumfigur von Dir selbst. Ohne Vorgaben; ohne Regeln.

Etwas sehr Beruhigendes für mich ist immer der Gedanke, dass alles in seinem Tempo erfolgt und ich prinzipiell nichts muss. Ich darf entscheiden, ich darf mein Leben gestalten. Es wird niemand anderes für mich so machen, dass ich glücklich bin. Die Verantwortung für ein Leben im Einklang mit mir selbst, liegt eben auch bei mir. Für viele auf dieser Welt ist das ein Privileg. Es gibt leider immer noch viele Menschen, die gar keine Wahl haben, wie ihr Leben verläuft.

Deine Traumfigur, die Du vor wenigen Minuten erschaffen hast, muss also kein Traum blieben. Du musst diese fiktive Person auch nicht zu 100% sein oder werden. Oftmals reichen schon kleine Schritte, die Dich in eine neue Perspektive versetzen. Und von hier wirst Du die Dinge um Dich herum anders wahrnehmen, was dann wiederum zu einer neuen, erweiterten Sichtweise führen wird. Dein Ausblick auf Deine Zukunft wird sich nach und nach erweitern, so dass sich der nächste Schritt beim Gehen zeigen wird. Das braucht Mut und Vertrauen – vor allem in Dich selbst. Die eigene Komfortzone zu verlassen ist meist erst einmal mit einem inneren Widerstand begleitet – sofern Du es allerdings schaffst, den Mut aufzubringen aus Deiner gewohnten Komfort- in Deine Lernzone zu gelangen, wirst Du dich selbst überraschen. Eine Hilfe dabei kann ein klarer Plan sein – ähnlich wie bei einem Projektplan. Du kannst Dir davon abgeleitet grobe Meilensteine setzen, die eine Veränderung hin zu der Traumfigur begünstigen. Für Deinen Start reicht es, dann den ersten Schritt von Deinem ersten Meilenstein zu planen, den Du jetzt gehen musst. Nimm Dir selbst den Druck, Deine Veränderung passgenau schon heute in einzelne Ziele brechen zu können. Erlaube Dir, aus jedem einzelnen Deiner Schritte, ein Learning zu ziehen und daran zu wachsen. Ein guter Start kann zum Beispiel sein, sich mit Menschen zu unterhalten, die Dir bereits einen oder mehrere Schritte voraus sind. Oder die schon Erfahrungen gesammelt haben, die Dir noch fehlen. Tausche Dich einfach einmal aus. Lass Dir erzählen, wie es sich anfühlt. Wie geht es den Menschen? Was begeistert sie? Was war ihr erster Schritt?

Man muss seinen Traum finden, dann wird der Weg leicht. 

(Hermann Hesse)

Ja; du könntest darauf antworten: Das ist ja das Problem- ich kenne meinen Traum nicht. 

Meine Antwort für Dich lautet: Nimm ein leeres Blatt und gestalte die Person, die Du wärst, wenn alles möglich ist. Wenn Zeit, Geld, Umstände und Begebenheiten keine Rolle spielen. Und dann geh‘ den ersten Schritt.

Das Positive im Konflikt

Das Positive in Konflikten sehen. Oft fällt das schwer. Der Ärger über die Situation oder die andere Person überwältigt einen so sehr, dass nur eine Wolke aus Wut und Unverständnis sichtbar ist. Sobald sich aber der Nebel vor den Augen lichtet und das Herz wieder ruhiger schlägt, besinnt man sich dann oft auf sich selbst. 

Kennst Du das? Das ist nicht nur bei Dir so und auch nicht nur bei mir so. Das geht allen Menschen so. Und es ist auch nichts verkehrt daran. Wichtig ist nur, dass Du immer wieder den Anker in Dir suchst. Denn bei Dir startet die Wut und nur bei Dir kann sie sich auch entladen. Ein Ausbruch der Gefühle und ein anschließendes, klärendes Gespräch ist Gold wert, um Klarheit in den Konflikt zu bringen. Der Weg zu der anderen Person oder zu einer Situation ist wieder frei und unverbaut. Aber hast du nach einem Konflikt einmal in Dich reingehört? Warst Du nach dem Gewitter auch in der Verbindung zu Dir und Deiner inneren Stimme – oder ging es Dir vorwiegend darum, die Beziehung zu dem Außen zu kitten?

Das Positive eines Konfliktes ist nämlich immer auch der Spiegel, in den Du schauen darfst. Wann und wo gab es den Ursprung des Konfliktes? Spüre einmal genau in die Ausgangssituation. Es würde mich nicht überraschen, wenn Du in die Auseinandersetzung durch einen ganz konkreten Wertekonflikt in Dir geraten bist. Oftmals ist es nämlich so, dass die gelebten Werte nicht mit den den gelernten oder authentisch gefühlten Werten harmonisieren. Und so findest Du Dich eventuell in einer Situation oder in einem Gespräch wieder, in der Du genau diesen Konflikt im Außen spüren und erleben darfst. Du wirst ganz konkret aufgefordert, intuitiv deinem verinnerlichten Wertebild zu folgen und es auch im Außen zu vertreten.

Um in diesen Konflikt gedanklich einzusteigen, ist es unabdingbar, vollkommen ehrlich und vor allem wertfrei zu den Werten zu stehen, die Dich ausmachen. Versuche einmal, deinen letzten Konflikt aus der Vogelperspektive zu durchleuchten. Fällt Dir ein Moment auf, in dem Du unaufrichtig gegenüber Deinen eigenen Werten warst und Du Dich auf einem Wertekompromiss eingestiegen bist? Hast Du gelebte Werte, die nicht mit den in der Kindheit gelehrten Werten harmonieren?

Sobald Dir ein Konflikt bewusst wird, kannst Dir klar damit umgehen und für Dich Deine Werte neu definieren. Finde die Verbindung in Dir und zu Deinen Werten. Konflikte zeigen Dir die Themen, in die Du sofort einsteigen kannst und bei denen Du offensichtlich Bedarf hast, eine Klärung zu finden.

Jeder Konflikt kann Dir die Tür zu Deiner inneren Stimme öffnen und eine neue, tiefere Verbindung zu Dir selbst bringen – sofern Du bereit bist, den äußeren Konflikt in deine Verantwortung zu ziehen.